Exerzitienhaus - Stanislauskolleg HochElten

Zur Geschichte des Stanislauskollegs HochElten

Neben der Stiftskirche St. Vitus ist das Stanislauskolleg eines von drei weiteren erhaltenen Gebäuden des ehemaligen hochadeligen Damenstifts Elten (die anderen: Drususbrunnen und Dekanei).

Die Ankerinschrift auf der Schauseite unseres Hauses ist ein historisches Zeugnis der Blüte des Reichsstifts und bedeutet: Im Jahr 1667 Anna Salome Fürstin Zu Essen Cüsterin Zu Elten Gräfin Zu Salm Und Reifferscheidt.

Das 19. Jahrhundert wurde dem Stift zum Verhängnis, denn es wurde aufgelöst, auf Abriss verkauft und verlor bald seine einzigartige Gestalt.

Seit 1921 gehört das Haus Freiheit 2 der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) und diente anfangs dem Noviziat in 's-Heerenberg als Villa (Erholungshaus) und als Jugendbegegnungsstätte. Für eine kurze Periode wurde hier selbst das Noviziat untergebracht. Nach dem II. Weltkrieg war es vor allem Exerzitien- und Bildungshaus.

Seinen Namen hat es von einem heiligen Jesuiten. Stanislaus war ein polnischer Adliger, der gegen den Willen seines Vaters den Eintritt in den Orden durchsetzte. Noch als Novize starb er 1568. Seither gilt er als Patron der Novizen im Jesuitenorden. Wegen seiner Zugehörigkeit zum Noviziat des Ordens erhielt das Haus diesen Namen und trägt ihn bis heute.

                                

    Heiliger Stanislaus - Glasfenster von Evie Hone, Manresa Dublin, Meditationsraum


Am Ende des II. Weltkrieges fielen die Kirche und alle umliegenden Gebäude den Kampfhandlungen zum Opfer. Das Stanislauskolleg wurden unter großen Mühen teilweise wieder aufgebaut, die Kirche in veränderter Form. Heute ist die Stiftskirche St. Vitus ein weithin sichtbarer touristischer Anziehungspunkt.